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Mit Respekt - Brücken bauen

Spreewaldbrücke

Wir unterstützen Kirchenkreise, Einrichtungen der Evangelischen Erwachsenenbildung und kirchliche Werke in ihrer Bildungsarbeit mit Erwachsenen. Zudem fördern wir die Bildungsarbeit auch durch eigene Projekte.

 

Für dieses Jahr ist das Projekt „Brücken bauen – mit Respekt!“ beantragt und in Vorbereitung. Demnächst hier mehr Informationen. Lassen Sie sich überraschen!

Veranstaltungen in der Heimvolkshochschule am Seddiner See

Auftakt: 26. April 2021

Zwischenbilanz: 16. September 2021, 10-15 Uhr

Abschluss: 30. November 2021, 10-15 Uhr

 

Folgende Veranstaltungen sind geplant:

Neuzauche: 25. August 19-20:30 Uhr Infoabend; 10. September 16-21 Uhr Workshop

Werder: 30. August 19-20:30 Uhr Infoabend; 18. September 10-15 Uhr Workshop

Kremmen: 8. September 19-20:30 Uhr Infoabend; 25. September 10-15 Uhr Workshop

Wittstock: 15. September 19-20:30 Uhr Infoabend; 24. September 16-21 Uhr Workshop

Kirchhain: 20. Oktober 19-20:30 Uhr Infoabend; 23. Oktober 10-15 Uhr Workshop

Steinhöfel: 27. Oktober 19-20:30 Uhr Infoabend; 29. Oktober 16-21 Uhr Workshop

Rathenow: 4. November 19-20:30 Uhr Infoabend; 6. November 10-15 Uhr Workshop

 

Meinungsfreiheit wird in dieser Zeit einerseits gefordert, andererseits ist sie uns vielleicht abhandengekommen. Wir wollen wieder miteinander über kontroverse Themen reden. Tauschen wir Argumente aus – mit Respekt! Wir wollen Brücken bauen zwischen unterschiedlichen Ansichten und verschiedenen Werten. Konstruktive Diskussionen sollen Menschen verbinden, die sich für das Miteinander in den Orten interessieren. Träger von Verantwortung für Sport und Feuerwehr, für Landfrauen und Ortsbeiräte, Bürgermeister sowie Gemeindekirchenräte sind wie tragende Brückenpfeiler für respektvollen Brückenbau.

 

Sie wollen wir ansprechen und einladen zum Projekt „Mit Respekt-Brücken bauen“.

 

Wo: in zwei regionalen Veranstaltungen in Ihrem Landkreis und 3 Fortbildungstagen in der Heimvolkshochschule am Seddiner See.

Wie: Erwachsenenbildung mit Argumentationshilfen in Gremienarbeit, Kommunikationstraining, Methodenangebote mit Brückenbau

Veranstalter: Evangelische Erwachsenenbildung im Land Brandenburg in Kooperation mit der Heimvolkshochschule am Seddiner See

Termine in der Heimvolkshochschule: 26. April; 3. Juni; 30. November 2021 von 10 – 15 Uhr

Verantwortlich: Barbara Hackenschmidt, Heilgard Asmus, u.a. Referenten

 

Anmeldung:

Barbara Hackenschmidt

Ausführliche Projektbeschreibung

Hier eine etwas ausführliche Projektbeschreibung, für weitere Fragen stehe ich sehr gern zur Verfügung


Inhaltliche Beschreibung und Erläuterung des Vorhabens:
Populismus ist eine Herausforderung für die Demokratie. Ökonomische Ängste, politische Entfremdung und kulturelle Desorientierung tragen zur wachsenden Zustimmung populistischer Parteien und Meinungen bei. Eine zunehmende Polarisierung zwischen Menschen unterschiedlicher Ansichten ist zu beobachten.


In dieser fragmentierten Gesellschaft ist die Dialogfähigkeit im öffentlichen als auch privaten Raum gescheitert. Im besten Fall werden kontroverse Ansichten totgeschwiegen. Das wirkt sich über das Private hinaus bis in die kommunalen, kirchlichen und anderen verbandlichen Gremien aus, in die populistische Konfrontation eingezogen ist. Viele Beteiligte verunsichert dies. Wie können sie angemessen mit der erlebten Aggression, sei es durch Worte oder eisiges Schweigen, umgehen und wieder in Kontakt über die aufgerissenen sozialen Gräben kommen? Schließlich sind Ortsbeiräte, auch Gemeindekirchenräte Orte der gelebten Demokratie, in der zwar unterschiedliche Meinungen Platz finden sollen, begrenzt durch das Grundgesetz und die Menschenwürde. Sie bilden die Grundlage für das Zusammenleben in der Kommune, die durch respektvolles Miteinander ein lebenswerter sozialer Ort sein soll. Daher braucht es mehr denn je moderierte Prozesse zur Wiederherstellung des gesellschaftlichen Dialogs. Möglichst vor Ort, möglichst direkt und praktisch. Wichtig sind dabei das Zuhören und das Erzählen zu unterstützen. Zwar verwenden verschiedene gesellschaftliche Gruppen gleich Begriffe hinsichtlich ihrer Werte (Familie, Freunde, Respekt, Sicherheit, Toleranz, und Freiheit), verbinden diese aber nicht miteinander. Das Projekt ist ein Versuch über die Werte Brücken zu einer offenen Begegnung zu bauen, im besten Fall bis zum persönlichen Dialog.


Konkret wollen wir mit unserem Projekt „Brückenbauer*innen“ in Wort und Tat qualifizieren, um die gesellschaftliche und politische Teilhabe im ländlichen Raum zu verbessern. Ev. Erwachsenenbildung ist regional präsent und verfügt über ein gutes Netz kompetenter und engagierter Mitarbeiter*innen.


Ziel: Aufbau von Vertrauen in politische und gesellschaftliche Prozesse in gelebter Demokratie, Stärkung einer aktiven Bürgergesellschaft vor Ort und Stärkung der Dialogfähigkeit


Mit dem Projekt wollen wir einerseits Schlüsselpersonen vor Ort (z.B. Ortsbeiräte, GKRs, Gemeindevertreters, Sport-, Kultur- und Heimatvereinsmitglieder) kommunikativ qualifizieren und befähigen, regionale Dialoge anzustoßen und zu moderieren.
 
Dritter Aspekt des Projektes ist die Erstellung diverser inhaltlicher und methodischer Materialien, die auch nach Projektende von anderen Engagierten gern genutzt werden können.
Hierfür möchten wir Impulse geben und die notwendigen Voraussetzungen schaffen, durch:

  • Kommunikationstraining in Theorie und Praxis orientiert an den Bedarfen der Teilnehmer*innen
  • Methodentraining „Brückenbau“
  • Methodentraining zu weiteren niedrigschwelligen Angeboten (Erzählcafé/ -salon, Bürgertalk, …)
  • Hilfestellung für Deeskalation in der Gremienarbeit
  • Hintergrundinformationen zur gesellschaftlichen Fragmentierung und Polarisierung

 

Innovativer und bedarfsorientierter Charakter:

  • Gremien- und Vereinsübergreifende Vernetzung der Akteur*innen vor Ort, wie Feuerwehren, Landfrauen, …
  • Themen des konkreten Sozialraumes bearbeiten, „Wo drückt der Schuh?“
  • Prägnante und zielgerichtete Angebote: sprich „kurz und knapp“
  • Das Handwerkzeugs praxisnah vermitteln
  • Regionale Ausrichtungsorte: Aufsuchender Charakter (Dorfgemeinschaftshäuser, Gemeindehäuser und Kirchen, Feuerwehrhäuser, Kultureinrichtungen, …)

 

Reichweite des Projekts:

Unser Projekt richtet sich an Schlüsselpersonen/Multiplikator*innen auf örtlicher Ebene im ländlichen Raum Brandenburgs. Die regionalen Veranstaltungen werden in Zusammenarbeit mit den Leiter*innen unserer Regionalen Arbeitsstellen (RAST) und in Kooperation mit weiteren Akteuren in den Landkreisen durchgeführt (LK EE, LK LOS, LK TF, LK OHV, LK OPR, LK HVL,).
Regionale Bildungsakteur*innen werden in das Projekt einbezogen.


Potenzial der Wirkung über die Projektlaufzeit hinaus:

  • Durch die Qualifizierung von Schlüsselpersonen werden nachhaltige Prozesse vor Ort angeregt.
  • Lesefreundliche, praxisnahe und mediale „Handreichungen“, die für die Zukunft aktivieren und befähigen.
  • Durch die Vernetzung der Akteur*innen in der Region soll die Bildung eines Netzwerkes der unterschiedlichen Organisationen erfolgen.
  • Wir wollen die Verantwortungsbereitschaft wecken und stärken – „Wir sind mehr!“

 

Vorgesehene Organisations- und Ablaufplanung:
Das Modellprojekt wird von der Geschäftsstelle der EAE e.V. geleitet und in unterschiedlichen Regionen des Landes Brandenburg durchgeführt. Mit den Regionalen Arbeitsstellen der EAE e.V. werden die Veranstaltung in Kooperation durchgeführt um auch regionale Besonderheiten in das Projekt einfließen zu lassen. Weitere Kooperationspartner sind in den Regionen zu identifizieren (bspw. Feuerwehr, Kirchengemeinden, Sport- und Heimatvereine, Kultureinrichtungen). Zur Gewinnung der Referent*innen werden wir mit der Landeskirche (EKBO), der Brandenburgischen Landeszentrale für Politische Bildung (BLPB), dem Mobilen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus (MBR), dem Aktionsbündnis Brandenburg und Kirche gegen Rechtsextremismus zusammenarbeiten.

 

Das Lernen in den Schulen ist ein fester Bestandteil in der Bildungslandschaft-reicht aber leider nicht aus. Lebenslanges Lernen, vor allem bei den Erwachsenen und somit bei den Leistungsträgern der Gesellschaft und den Gestaltern wird immer wichtiger, denn eine gut gebildete Bürgerschaft ist die Grundlage einer gut funktionierenden Demokratie. Dabei ist die große „schweigende Mitte“ anzusprechen und zu aktivieren, denn einige Gründe für dieses Verhalten sind: die Unsicherheit in der Beurteilung der gesellschaftlichen Lage, fehlende Argumentationsgrundlagen und die mangelnde Dialogfähigkeit.  Hier setzt das Projekt grundlegend an und zielt auf die Befähigung der regionalen Akteure in der Gesellschaft und in deren stärkere Vernetzung. Das Modellprojekt ermöglicht darüber hinaus bessere Grundlagen auch für die Grundbildung der EAE e.V. im ländlichen Raum zu schaffen und mit weiteren Seminaren in der Zukunft eine größere Wirksamkeit zu erzielen.